22.11.2008, 12:45 Uhr :
2. Hallenspieltag D-Juniorinnen JH 92




Auch für Team rot war dies' Wochenende eine Seuche. Nachdem sich sowohl Torhüterin Lena als auch Sophie
verletzungs- bzw. krankheitsbedingt abmeldeten, wurde die Not groß. Lena stand trotzdem ihre Frau - und
versah ihren Dienst als Keeperin trotz Atembeschwerden. Sophie konnte jedoch leider nicht mehr fit gesalbt
werden. Immerhin vollzählig, jedoch ebenfalls ohne Wechselmöglichkeit, machten wir uns auf den Weg quer
durch Hamburg, zur Kieler Straße ...

Unter diesen Bedingungen ein Ziel zu definieren, ist schwierig. Immerhin hatten wir noch immer diverse
Spielerinnen mit Kampferfahrung in unseren Reihen, die auch locker 36 min am Stück spielen können sollten ...
also was gab es zu zaudern ? Das Ziel hieß 9 Punkte. Basta !



TSC Wellingsbüttel, 3.D : HSV, 3.D -- 5:0
Zunächst sah die Zielerfüllung auch ganz gut aus. Der HSV hat seine besten 97er in der 1.D verpflichtet, jedoch
hat die 2.D (des Feldes) keine Kompensation in Form starker 98er erhalten (wo ist Lukne, wo ist Jessica ?).
So, jedenfalls, hatte diese Mannschaft der unsrigen heute nichts entgegen zu setzen. 3x Anneleen und je 1x
Fenja und Martina erzielten die Tore, die meist nicht wirklich schön anzusehen waren, sondern einfach aufgrund
des Hochbetriebes im HSV-Strafraumes im 2. oder 3.Versuch entstehen mussten. Hierbei wurden noch diverse
Chancen versemmelt, aber, wen interessiert das schon in Anbetracht eines derart hohen Sieges ? Mit gemischten
Gefühlen verfolgte ich das Treiben auf dem Parkett. Eigentlich hätten wir ganz gern andere HSV-Mannschaften
von diesem Planeten geschossen, als diese symphatische und fair spielende ...



TSC Wellingsbüttel, 3.D : SV Lieth, 1.D -- 1:1
Schon mit Lieth's 2.D taten wir uns etwas schwer. Die 1.D wird wohl nicht schlechter sein, also sprach einiges
dafür, sich hier zu konzentrieren. Eine Ecke für Lieth (!) führte nur 6 sec später zum 1:0 Führungstreffer für uns,
nachdem Fenja den Ball abfing und Martina vor die Füße spielte, die mit hohem Tempo Richtung Liether Tor ging
und dort vollenden konnte. In der Folgezeit verpassten wir leider zahlreiche hochkarätige Möglichkeiten, das
Ergebnis zu erhöhen. Manchmal macht das nichts - manchmal rächt sich das. Eine sich die Schuhe zubindende
Spielerin in unserer Hälfte wurde von unserer Verteidigung nicht mit der gebührenden Aufmerksamkeit beschenkt.
Zum Zeitpunkt des Anspiels (ausgerechnet) war sie mit Schuhe zubinden fertig und kam hoch. Klingt wirklich
sehr dämlich (und riecht auch etwas fischig), aber daraus entwickelte sich tatächlich der 1:1 Ausgleichstreffer.
Doof, oder ? Wie hätte ich als Schirie entschieden ? Um ehrlich zu sein, weiß ich es nicht. Wenn ich einen Grund
gehabt hätte, Absicht zu unterstellen, hätte ich auf unsportliches Verhalten erkannt, eine Verwarnung ausgesprochen
und indirekten Freistoß gegeben. Eben genauso, als ob jemand mit windmühlenartig kreisenden Armen auf eine
gegnerische Spielerin zugeht, um diese zu irritieren, das wäre auch unsportlich und steht als Beispiel so auch
in den Regeln drin. Nun, ich will damit nicht die Last von uns nehmen ... zuzuschreiben haben wir uns das selbst.
Anneleen köpft freistehend nicht in das Tor, Fenja trifft beim leeren Tor nur den Pfosten ... hier hätten wir den Sack
einfach früher zumachen müssen. Die mitlesende Konkurrenz ist gewarnt: Hütet Euch vor den Schnürsenkeln der
Elmshornerinnen ;-)) (die waren echt ständig damit beschäftigt)



TSC Wellingsbüttel, 3.D : Eimsbütteler TV -- 2:2
Auch bei diesem Spiel befanden wir uns eigentlich schon auf der Siegerstraße. Mitte des Spiels führten wir durch
zwei Treffer von Martina mit 2:0, der Zweite davon war so schön, dass er durch einen Video-Clip gar nicht richtig
gewürdigt werden kann. Einen Eimsbütteler Schussversuch fängt Lena ab, diese wirft hoch ab, Fenja verlängert.
Martina nimmt mit der Brust an, verarbeitet den Ball mit links weiter und schließt mit rechts ab - Klasse, das 2:0!
Eimsbüttel wurde in der 2.Hälfte stärker. Eher verwunderlich, warum nicht schon früher. Staunend verfolgten
unsere Spielerinnen die Alleingänge der Kapitänin mit der No. 11, die mit zwei sehenswerten Dribblings und ebenso
sehenswerten Hammer-Innenpfostenschüssen unsere Führung egalisierte. Auch hier dürfen wir mit
besten ausgelassenen Chancen hadern. Auch hätte man ja mal evtl. besagte Spielerin etwas ernsthafter
attackieren können, statt nur zu eskortieren. Damit hatten wir auf höchst ärgerliche Weise 2 weitere Punkte
verschenkt.

Mehr Unzufriedenheit, als aus den bisher geschriebenen heraus zu lesen ist, möchte ich nicht äußern. Die Umstände
waren schwierig - und wie immer, ganz viele Dinge liefen trotzdem richtig gut. Vielleicht kommt die Ernüchterung
zur rechten Zeit. Wir müssen sehen, dass wir künftig noch cleverer mit Chancen, Tricks und Abwehrtechniken
arbeiten.

Danke an die mit- bzw. nachgereisten Eltern und an Rudi für die Aufnahmen.

 

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