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19.09.2009, 15:30 Uhr :
Punktspiel gegen SC Nienstedten ... 3:0

Mein Stoßgebet zum Anfang meines Berichtes über die letzte Begegnung mit dem SCN
im April diesen Jahres wurde erhört: Die Zufälligkeit der Ansetzung ergab, dass diesmal wir
die relativ große Entfernung zurück zu legen hatten, die beide Vereine voneinander trennt.
Selbstverständlich war dies kein Problem. Gewohnt pünktlich waren wir vor Ort und wir hatten
daher ausreichend Zeit für die Vorbereitungen, für das Aufwärmen und für das Einstimmen.
Turniere (jedoch ohne 4:4-F) und Hallenrunden mitgezählt, hatten wir bereits 15 Mal gegen-
einander gespielt. Ein bemerkenswerter Rekord in der Welt des Hamburger Mädchenfußballs, wo doch viele
Mannschaften noch gar nicht so fürchterlich lange existieren. Bisher durfte man sich immer darauf verlassen,
dass der Spielausgang völlig offen war - und es dementsprechend spannend wird ...
Unser Gegner erschien heute in Bestbesetzung. Wir brauchten unsererseits ebenfalls auf keine Leistungsträgerin
zu verzichten. Für ein wirkliches Kräftemessen war das natürlich ideal. Der Schiedsrichter (Lewe Timm) bat zum
Mittelkreis. Wir verloren die Seitenwahl, aber Nienstedten wählte "in unserem Sinne" und Anstoß hatten wir auch ...

Wir erwischten einen sehr guten Start. Es gab in den Anfangsminuten so gut wie keine Gefahr für unser Tor.
In der Gegenrichtung war einfach viel mehr in Bewegung. Schon bald kann sich Anneleen rechts durchsetzen und
bringt eine hohe Hereingabe in die Mitte. Solo macht sich klar zum Kopfball, jedoch kann Nienstedtens Keeperin
den Ball vorher klären. Dies allerdings nicht kontrolliert, so dass die aufgerückte Dana den Abpraller sehr
schnell erneut Richtung Tor schickt - diesmal mit Erfolg, es steht 1:0 ...
Wir hatten weitere Chancen und es sah gut aus. Was z.B. auf jeden Fall ein Tor wert gewesen wäre, ist ein schneller
Schuss aus der Drehung von Solo, der jedoch leider nur an die Latte ging. Hier hätte Jule keine Chance gehabt.
Die Torhüterin des SCN ist hochgewachsen - und unheimlich gut. Und sie ist 97er (!). Sie bewahrte ihr Team,
teils mit spektakulären Paraden, vor einer wesentlich höheren Niederlage. Die Konkurrenz in unserer Staffel wird
sich damit abfinden müssen, für Tore gegen den SCN nicht auf Torwartfehler hoffen zu können ;-)
Im weiteren Verlauf der 1.Halbzeit verloren wir etwas den Faden. Nienstedten wurde stärker und begann zu "drücken".
Unsere Verteidigung nebst Torhüterin Lena hielt jedoch stand. Trotzdem war ich nicht unglücklich, als endlich
der Halbzeitpfiff ertönte, wir die Führung zur Pause retteten und ich die Chance für eine Ansprache erhielt.

Unsere Mädels betraten das Feld. Sie waren dominant. Natürlich hatte auch Nienstedten einiges zu bieten, aber
Welle war heute einfach agiler. Zum ähnlichem Zeitpunkt wie schon in der 1.Halbzeit fiel das beruhigende 2:0.
Anneleen scheitert erneut an Jule - und erneut kann Dana den Rückpraller im Netz versenken. Das Spiel blieb
dennoch spannend. Nienstedten hatte erneut eine Phase, in welcher sie ihre Gefährlichkeit andeuten konnten.
Insbesondere unsere Außenverteidigerinnen hatten zwischenzeitlich ihre Mühen mit den trickreichen schnellen
SCN-Spielerinnen. Dennoch schafften wir es meist, den Abschluss zu verhindern. Alle anderen Bälle wurden
sichere Beute von Lena, die hinten viel Ruhe und Souveränität ausstrahlte, was wiederum wohltuend auf unser
Spiel vorn wirkte ...
Dann endlich, so ca. 12 min. vor Schluss die Erlösung. Ein Angriff mit "Mann und Maus", Nienstedten wohl auch
schon ganz schön erschöpft, jedenfalls stehen plötzlich Dana, Anneleen und Martina vor der Kiste. Martina darf
dann mit ihrem Treffer zum 3:0 (der leider nicht gefilmt ist), für Klarheit sorgen. Der Rest ist die pflichtgetreue
Abwehr der noch vorgetragenen SCN-Angriffe und ein paar Konter unsererseits, die jedoch zu nichts führten.
Der Schirie pfiff ab - und die Welle Mädels lagen sich in den Armen ...

Wir werden uns nicht lange an unserem Erfolg berauschen können. Schon am Donnerstag wartet der nächste Brocken.
Wir haben Farmsen zu Gast. Das wird uns alles abverlangen. Danke an Ralf fürs Filmen. Danke an die Eltern, die
uns zugeschaut haben. Danke an Inga und Jana, die, obwohl heute nicht nominiert, trotzdem bei ihrer Mannschaft
sein wollten und uns beigestanden haben. Danke an die Mädels für vorbildlichen Einsatz.
Wir dürfen zufrieden sein, wissen aber auch, wo wir uns noch steigern können ...
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