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07.03.2010, 9:30 Uhr, Kaltenmoor Hallen :
36. Heideteller Cup in Lüneburg















Wenn man eine Einladung für den Heideteller bekommt, sagt man ungerne "nein". Der Heideteller ist oft
wegen seiner langen Pausen und der extremen Anstrengung für Spielerinnen und Begleitpersonal kritisiert
worden. Aber: Man muss lange suchen, ein vergleichbar gut besetztes Hallenturnier in Norddeutschland
zu finden. Wer den Heideteller gewinnt - der hat was geleistet ! Aufgrund dieser hohen Anforderung,
wäre es natürlich gut, alle Spitzenkräfte dabei zu haben. Das hatten wir, genau wie im Vorjahr auch,
nicht so ganz. Wir wollten trotzdem ran - und machten uns auf den Weg nach Lüneburg ...
Wir erreichten wie immer den Wettkampfort pünktlich. Wir mussten diesmal noch nicht einmal einen Zaun
überklettern. Das Turnier startete mit Verspätung. Wir waren in die Gruppe B (von 4 Gruppen) eingeteilt
und hatten das 2.Spiel. Genau wie im Vorjahr ;-)

Welle - Krummesser SV 2 , 1:0
Unsere Mädels waren "bemüht", aber wer will diese Beurteilung schon auf sein Zwischenzeugnis geschrieben
haben ;-))) Für die Videobearbeitung habe ich mir diesmal etwas mehr Zeit genommen. An dieser Stelle möchte
ich mich herzlich bei Nicola bedanken, die den schwierigen Part der Filmaufzeichnung übernahm und alle Tore
drauf hatte sowie einige nett gezoomte Spielszenen aufnahm, aus denen wir die kleinen Bilder machen ...
Jedenfalls legen unsere Mädels gut los und schon nach 40 Sekunden kann Martina das 1:0 machen.
So ein frühes Tor sollte Sicherheit verleihen - und noch besser wäre ein zweites Tor, dann kann man beruhigter
weiter spielen. Dieses 2.Tor wollte aber trotz reicher Fülle an Chancen nicht fallen. Häufig scheiterten wir
nur äußerst knapp. Das Spiel blieb so bis zum Schluss hektisch. Wir hatten unsere 3 Punkte zum Start,
aber in die Erleichterung mischte sich auch etwas Enttäuschung, nicht souveräner gewonnen zu haben ...

Welle - SV Eintracht Lüneburg , 1:0
Nach nur einem Spiel Pause durften wir erneut auf's Parkett. Wir spielten schon etwas geordneter, einzig die
Chancenverwertung blieb eine Problemzone. Die anfängliche Nervosität hätte sich durch ein frühes Tor legen
können, leider pfiff uns der ansonsten sehr stark pfeifende Schirie einen Vorteil weg. Ich möchte hier anmerken,
dass ich mit den Schiedsrichterleistungen während dieses Turniers sehr zufrieden war. Dem Turnier tat das gut.
Wir schafften es schließlich doch, unseren Treffer zu erzielen, den Anneleen mit einem Frustschuss realisiert.
Wir kamen also auch hier, wenn auch sehr knapp vor Schluss, zu unseren 3 Punkten, so dass wir der Viertelfinal-
teilnahme immer näher rückten.

Welle - Lichterfelder FC Berlin , 4:0
Nun kam es noch dicker. Damit ist allerdings zunächst unsere Pause gemeint. Wir mussten bis zu unserem
nächsten Einsatz ganze 144 Minuten warten ( also 2 Stunden und knapp 25 Minuten ). Das ist z.Bsp. Wasser
auf die Mühlen der Kritiker des Modus' des Heidetellers. Wir versuchten das Beste daraus zu machen.
Wir aßen zu Mittag, spielten Karten und vor allem taten wir so, als ob nun ein ganz neues Turnier beginnt.
(war ja auch nicht schwer, sich dies vorzustellen). Wir wollten neu anfangen.
Der Neuanfang glückte. Nicht lange nach Anpfiff ist Dana nach Zuspiel von Anneleen erfolgreich und erzielt
das 1:0. Dann helfen die Gegnerinnen etwas mit. Eine Verteidigerin wollte vor Anneleens Nachschuss klären,
aber das misslingt gründlich. Die Routine scheint zurück zu sein, im Welle-Spiel.
Anneleen nimmt sich die maximal mögliche Zeit, zwischen Annahme und Abschluss und macht das 3:0 und einige Zeit
später technisch anspruchsvoll auch das 4:0. Unsere Revanche war geglückt. ( welche Revanche fragt Ihr ?
wir trafen bereits am 3.10.2008 in Berlin beim Roland-Cup auf den Lichterfelder FC und verloren dort
sehr unglücklich mit 0:1 ... ) Unsere Viertelfinalteilnahme war nun bereits feststehend.

Welle - Germania Schnelsen , 1:0
Nun war wieder nur 1 Spiel Pause. Das war ein echt blöder Spielplan (und das ging bestimmt auch anders).
Wir hatten nun eine Art Kür vor uns, welche die Mädels aber ernst nahmen. Wir erspielten uns abermals ein
Chancenübergewicht - und abermals ging "nur" eine davon rein. Wir waren als Gruppenerster qualifiziert und
mussten im 2. Viertelfinalspiel gegen den Tabellenzweiten der Gruppe B ran.
Zuvor jedoch wurden die Mannschaften geehrt, die es nicht bis ins Viertelfinale schafften. Auch für diese
Mädchen gab es eine Medaille für jede.

Viertelfinale : Welle - VfL Lüneburg , 1:3 n.S.
Lüneburg entpuppte sich tatsächlich als unser bisher stärkster Gegner im Turnier. Trotzdem hatten wir auch hier
ein deutliches Übergewicht an Chancen. Lüneburg hatte lediglich 2 gute Chancen vorzuweisen, Welle hingegen
locker 6-7 Hochkaräter, meist von einer überragenden Lüneburger Torfrau zunichte gemacht. Das Spiel an sich
war hochklassig und rasant. Leider verletzte sich Dana am Kiefer nach hohem Bein einer Gegnerin. Was generell
während des Turniers mit den Beinen in die Luft gestochert wurde, ging auf keine Kuhhaut und war auch gefährlich.
Da hätte ich mir von den Schiries häufigeres Einschreiten gewünscht. Technisch nicht ganz so weit entwickelte
Mädchen nehmen lieber schwierig hoch mit dem Fuß an, anstatt Brust oder Kopf einzusetzen. Da lobe ich mir den Futsal ...
Dana wollte weiterspielen, aber sie hatte bis zum Spielende große Schmerzen.
Am Ende schafften wir kein Tor. Es kam zum Siebenmeterschießen und die Tragik nahm ihren Lauf :
Zwar kann Martina ihren ersten Schuss verwandeln, aber unsere beiden nächsten Schützinnen vergaben,
während Lena 2x hinter sich greifen musste. Aus und Ende. Ob verdient oder nicht verdient, spielt keine Rolle
und ändert nicht die Tatsachen ...
Wir hatten allerdings noch zwei weitere Spiele, da alle Plätze, also auch 5-8, ausgespielt wurden.
Wir erreichten 2x nur ein 0:0 und unterlagen tatsächlich noch 2x im Siebenmeterschießen. So wurden wir,
ohne ein Spiel in der regulären Spielzeit verloren zu haben, Achter. Wir waren wohl mal wieder "dran",
mal wieder so richtig abzuloosen. Das Pech am Siebenmeterpunkt ist jetzt hoffentlich für lange Zeit
aufgezehrt. Unsere Mädels erholten sich sehr schnell von der Niedergeschlagenheit. Schon beim Duschen
konnte ich durch eine Tür und 2 Wände intensive Kreischgeräusche wahrnehmen. Auch im Auto war die Stimmung
super. Auf meine vorsichtige Frage hin, ob ihnen denn das Turnier gefallen hätte, bekam ich zur Antwort :
"Na klar, was denkst Du denn ??" Kinder sind eben viel positiver als Erwachsene ;-)
Das Finale bestritten überigens die TSG Ahlten gegen unsere Nachbarinnen aus Farmsen, die die Ehre Hamburgs
hoch hielten und nach einem extrem hochklassigen und leidenschaftlichen Spiel mit Verlängerung und
Siebenmeter-Schießen völlig verdient den Heideteller gewannen. Herzlichen Glückwunsch !!!
Wir freuten uns für Farmsen und durften beim Siegerkreisel mithüpfen, in dem sich auch Bramfeld einreihte.
Farmsen-Bramfeld-Wellingsbüttel in Freude vereint - ich bin mir ganz sicher : das gab es noch nie !
( und war doch so schön anzusehen )
Ich möchte mich heute herzlich bei Yvonne und bei Nicola bedanken, die uns heute begleitet haben.
Außerdem bei Lena, Jana, Martina, Chiara, Anneleen, Dana und Fenja für ihren Einsatz und für ihre Ausdauer ;-)
Wir sehen uns Dienstag ;-)))
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