15.04.2010, 18:30 Uhr :
Punktspiel gegen Barmbek-Uhlenhorst, 1.D ... 3:2


Die Verlegungen zum Anfang dieser Saison sind nervtötend. Heute kamen wir einem
Wunsch von BU nach, die am Wochenende "unpässlich" gewesen wären. Wir wollten
dieses Spiel nicht ohne Sport entscheiden und stimmten zu. Geeinigt wurde sich auf
den heutigen Donnerstag und nahmen dadurch selbst Nachteile in Kauf, auf die ich
an dieser Stelle nicht weiter eingehen möchte. Wir hatten zumindest gutes Wetter
und einen trockenen, leider aber auch sehr staubigen Platz. Ein Schirie war auch da,
der, das darf ich vorweg nehmen, seine Sache gut machte ...

Wir wärmten uns auf. Es ging zur Begrüßung. Wir verloren die Seitenwahl und folglich musste Jana anfangs in
die Sonne gucken. Das Spiel begann ohne großes Taktieren, jedoch hatten beide Teams Probleme, den auf hartem
Grund extrem hüpfenden Ball zu kontrollieren. Unsere Welle-Mädchen hatten zusätzlich noch das Problem, mit
der Größe des Platzes am Langenfort klar zu kommen. So standen wir häufig zu weit voneinander entfernt und
damit isoliert. Die Wirksamkeit unseres Kombinationsspiels litt darunter natürlich noch zusätzlich.
Trotzdem hatten wir ein paar hochkarätige Chancen, die jedoch allesamt ungenutzt blieben ( u.a. einen
verschossenen Foul-Neunmeter ). Auf der Gegenseite kam unsere Abwehr mehr als einmal ins Schwimmen.
Schon in der Anfangsphase mussten wir erst einmal einen Gegentreffer hinnehmen.
Für den Rest der Halbzeit ging es auf und ab - mit Möglichkeiten für beide Seiten. Zur Halbzeit hatte ich
eine ganze Reihe von Anmerkungen zu machen ...



In der 2.Halbzeit wurden wir dann tatsächlich auch stärker, allerdings ohne, dass deshalb BU seine
Gefährlichkeit verlor. Es dauerte nicht lange, bis Fenja zum 1:1 ausgleichen konnte, nachdem sie nach
einem abgewehrten Schuss von Kala abstaubte. Der Treffer mobilisierte zusätzliche Kräfte, jedoch mussten wir
zunächst erneut einen Gegenschlag verkraften. Zuviel Zögerlichkeit in den eigenen Abwehrreihen ermöglichte
eine Kurzpassstaffette von BU, die zum schön herausgespielten 2:1 gegen uns führte.
Welle drückte weiter und hielt das Tempo hoch. Unsere Gegnerinnen mussten dem mehr und mehr Tribut zollen.
Dann ist es BU, die sich einen Stockfehler in der Abwehr erlauben. Beim Versuch zu klären, wurde über den
Ball gehauen, die schnell schaltende Fenja ist da und vollendet überlegt und vorbei an der Torhüterin ins
lange Eck zum 2:2.
Vielleicht st es erwähnenswert, dass beide Tore ohne Mitwirkung von Anneleen fielen, die ja sonst meistens
in irgendeiner Form an unseren Toren beteiligt ist. Anneleen musste heute noch geschont werden und spielte
wesentlich weniger als üblich.



Die Schlussphase wurde eingeläutet. Die letzte Viertelstunde gehörte Welle, die am Ende einfach noch etwas
mehr Puste zu haben schienen. BU konterte zuweilen gefährlich, aber zum Glück gab es keine weiteren
Einschläge in unser Tor. 7 Minuten vor Schluss ist es dann doch Anneleen, die das Spiel entscheidet :
Sie orientiert sich auf den hoch aufs Tor gespielten Ball. Dabei berührt sie leicht die Torhüterin, die den
Ball fallen lässt. Anneleen schaltete schnell und schob den Ball zum 3:2 ins Tor. Der Treffer zählte.
Ich sage das, weil auch eine andere Entscheidung nicht verwunderlich wäre.
Unser Jubel blieb verhalten, erstens, weil wir noch die restlichen Minuten aufpassen mussten und zweitens,
weil wohl auch die Mädels wussten, dass wir auch heute vom Zenit unserer Leistungsfähigkeit entfernt blieben.



Als der (viel zu späte) Schlusspfiff ertönte, waren wir dann doch erleichtert und glücklich. Was zählt,
sind die heute errungenen 3 Punkte. Wir wissen, dass wir uns noch weiter steigern müssen, um die nächsten
Aufgaben zu meistern. Ich bin mir allerdings ziehmlich sicher, dass wir uns auch noch steigern werden.

Bedanken möchte ich mich bei BU für die Gastfreundschaft und auch bei deren Eltern, die ein sachkundiges und
faires Publikum waren und bei ihren beiden Führungstreffern zeigen konnten, dass das Äußern von Freude auch
wie in kultivierten Zivilisationen üblich, zwar laut und ausgelassen, aber ohne Provokation möglich ist.

Auch bei unseren Eltern, die mitten in der Woche Zeit fanden, um uns zuzuschauen, bedanke ich mich herzlich.
Unser nächstes Pflichtspiel ist am Dienstag. Es geht nach Norderstedt. Es geht um den Einzug ins Finale.
Die Mädels werden die Wichtigkeit zu würdigen wissen ...

 

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